 |
Schimmelpilzallergie
Durch Sporen von Schimmelpilzen hervorgerufene
Allergie, bei denen die Allergene meist durch
Inhalation (also durch die Atemluft) in den Körper
gelangen.
Schimmelpilze gibt es in mehreren tausend verschiedenen Arten. Sie kommen fast überall vor, bevorzugt in feucht-warmen Umgebungen: z. B. Blumenerde, Komposthaufen, Badezimmer, feuchte Außenwände, aber auch Nahrungsmittel.
Typische, durch Schimmelpilzallergene hervorgerufene Erkrankungen sind der allergische Dauerschnupfen (perenniale Rhinitis), Asthma Bronchiale, und bei extremer Belastung (z. B. berufsbedingt) kann es zu der sogenannten Farmerlunge kommen.
Rund ein Drittel aller Allergiker leiden unter den Schimmelpilzallergenen, allerdings sind es nur ca. vier Prozent, die ausschließlich darauf reagieren. Die Diagnose erfolgt über den Pricktest oder bzw. ergänzend - bei nicht eindeutigen Ergebnissen - über einen nasalen Provokationstest und einen Antikörpernachweis (RAST). Die beste therapeutische Maßnahme ist die völlige Karenz, d. h. die Vermeidung des Kontaktes mit den Auslösern.
Dies ist jedoch nur bedingt möglich - allein aufgrund der oben erwähnten Vielfalt und Verbreitung der Allergene. Jedoch lassen sich in Innenräumen einige prophylaktische Maßnahmen treffen: für ausreichende Belüftung und Beheizung sowie eine niedrige Luftfeuchtigkeit sorgen (z. B. durch gut isolierte Fenster, kein Wäschetrocknen in den Wohnräumen etc.), restlose Entfernung von sichtbarem Schimmelpilzbefall, Austausch von Blumenerde durch Hydrokultur usw.
Im Extremfall kann der Schimmelpilzbefall in einer Wohnung sogar einen Umzug notwendig machen. Der kann zu einer großen Erleichterung für den Allergiker führen, wobei diese Gelegenheit auch für eine Reihe von vorbeugenden Maßnahmen im Hinblick auf die Wohnungseinrichtung genutzt werden kann. Arzneimittel wie Antihistaminika, topische Kortikoide und lokal anzuwendende schleimhautabschwellende Nasentropfen lindern akute Beschwerden bzw. helfen, wenn den Auslösern nicht völlig aus dem Weg gegangen werden kann.
|