 |
Insektengiftallergie
Eine Reihe von Insekten verursachen durch ihren Stich bzw. das dabei ins menschliche Gewebe gelangende Gift eine allergische Reaktion, z. B. Urtikaria (Nesselausschlag), Angioödem, anaphylaktischer Schock, asthmatische Beschwerden, Kreislaufprobleme etc. Davon betroffen sind vor allem Atopiker, d. h. Menschen, die an einer weiteren Allergie vom Soforttyp leiden. Die Therapie ist symptomabhängig. Um der schwersten (aber nicht selten eintretenden) Reaktion, dem anaphylaktischen Schock vorzubeugen, gibt es für Insektengiftallergiker Adrenalinspritzen bzw. -sprays zur Selbstanwendung unmittelbar nach dem Stich. Stehen diese Maßnahmen nicht zur Verfügung, sollten die Betroffenen nach einem Stich grundsätzlich einen Arzt aufsuchen. Als langfristige Schutzmaßnahmen bietet sich für Insektengiftallergiker die Hyposensibilisierung an, deren Nutzen für keine andere Allergie ähnlich gut belegt ist. Allerdings gilt es grundsätzlich auch hier, Risiken bzw. Aufwand und Nutzen gegeneinander abzuwägen. In westeuropäischen Regionen sind nur wenige Insekten für allergische Reaktionen nach einem Stich verantwortlich: Bienen, Hummeln, Wespen und Hornissen sind die bekanntesten. In Abhängigkeit von den individuellen Lebensumständen läßt sich die Nähe zu den Tieren möglicherweise vermeiden. Es gibt jedoch auch zusätzliche Risiko-Faktoren, die die Folgen eines Stiches verschlimmern können - wie z. B. bestehende Herzerkrankungen - und vorbeugende Maßnahmen notwendig erscheinen lassen. Außerdem bergen u. U. Reisen in andere Länder für die Betroffenen größere und unbekannte Risiken, da zum einen die Anzahl der Verursacher höher sein kann und zum anderen vermeintlich harmlose Insekten als Erreger dazukommen können (wie z. B. einige Ameisenarten in den USA und Australien).
Siehe: Allergieformen; Angioödem; Hyposensibilisierung; Reaktion, allergische; Schock,
anaphylaktischer; Urtikaria
zurück
|