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Kortison


Körpereigenes, in der Nebennierenrinde gebildetes Hormon, das diverse Stoffwechselprozesse steuert. Synthetisch hergestelltes Kortison wird zur äußerlichen oder innerlichen Arzneitherapie verordnet u. a. bei allergischen Erkrankungen wie Kontaktekzemen oder Asthma, da es Immunreaktionen unterdrücken kann. Mögliche Darreichungsformen: Aerosole, Augentropfen, Nasensprays, Salben, Spritzen und Tabletten. Die Dosierung der Kortikoide richtet sich nach der Art und Schwere der Erkrankung. I. d. R. wird anfangs zunächst eine starke Dosierung verabreicht, die bei erkennbarem Behandlungserfolg bis zur Erhaltungsdosis verringert oder in Abstimmung mit dem Arzt sogar ganz abgesetzt werden kann. Als Erhaltungsdosis wird die kleinste, noch wirksame Dosis bezeichnet. Unerwünschte Wirkungen, vor allem die beobachteten Spätfolgen von Kortison, haben zu einer eher skeptischen Einstellung der potentiellen Verwender gegenüber den kortisonhaltigen Präparaten geführt. Diese Begleiterscheinungen sind jedoch stark von der Darreichungsform, Anwendungsart, Therapiedauer und der Dosisstärke abhängig - in erste Linie sind es die hochdosierten Langzeitanwendungen, die zu unerwünschten Folgen führen. Gewichtszunahme und Appetitsteigerung sind die häufigsten Nebenwirkungen. Hinzukommen Wasserablagerungen im Gewebe, verzögerte Wundheilung, gesteigertes Risiko von Geschwüren im Magen-Darm-Trakt, Osteoporose, steigender Blutdruck etc. Es gibt jedoch eine Reihe von Vorsorgemaßnahmen, die bei einer notwendigen (Langzeit-)Kortison-Behandlung das Risiko unerwünschter Wirkungen reduzieren helfen (Gewichtskontrolle, salz- und zuckerarme Ernährung, hohe Kalium- und Kalziumzufuhr, Sport, regelmäßige ärztliche Kontrolle etc.).

Siehe: Kortikoide



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