UCB
Allergie
Lexikon
Service
Fun
Links
Impressum
Sitemap

Interessante Meldungen



Kinder mit Erdnuss-Allergie leiden unter mehr Ängsten als kleine Diabetiker

KÖLN (MedCon) - Lebensqualität ist für Allergiker immer mal wieder ein Thema. Britische Wissenschaftler der Universität Southampton verglichen jetzt zwei Gruppen mit unterschiedlichen Krankheitsbildern - nämlich Erdnuss-Allergie und Diabetes vom Typ 1 - auf diesen Faktor hin.

Dafür mussten die 40 Neun- und Zehnjährigen, von denen jeweils die Hälfte der einen bzw. der anderen Krankheit zuzuordnen waren, entsprechende psychologische Fragebögen ausfüllen und wurden zudem per Video-Kamera gefilmt, um Verhaltensauffälligkeiten aufgrund der Krankheit festzuhalten. Dr. Natalie Avery und Dr. Jonathan Hourihane fanden bei der Auswertung, dass die jungen Erdnuss-Allergiker sich in ihrem Alltag sehr viel mehr eingeschränkt und unfähig fühlten, Dinge zu tun, die andere Kinder zu tun pflegen. Zwei Betroffene berichteten sogar, sie hätten "Angst zu sterben", wenn sie nur in die Nähe von Erdnüssen kämen.

Die Diabetiker-Kinder fühlten sich zwar auch eingeschränkt, vor allem in puncto Insulin-Spritzen und Ernährung (wie etwa verbotene Süßigkeiten, kleinere Portionen etc.), aber sie berichteten nicht von Todesängsten. "Dies ist ein erster Schritt beim Erfassen der Ängste von kindlichen Nahrungsallergikern. Wir wussten bereits, dass sich die Eltern große Sorgen machen, aber keiner hat bis jetzt die betroffenen Kinder dazu mal befragt", erklärte Hourihane.
v "Diabetiker-Kinder brauchen tägliche Insulin-Injektionen, sind aber in der Lage, ihre Nahrungsaufnahme und Bewegungsabläufe (im Original heißt es "exercise level") zu ändern, um ihre Blutzuckerwerte zu kontrollieren. Erdnuss-Allergiker tragen auch Spritzen mit sich, müssen sie aber nur in Krisensituationen schnell einsetzen", umriss er den Unterschied. Das habe etwas Bedrohliches und verstärke indirekt die Ängste. Beide Mediziner sprechen sich dafür aus, Allergie-Kinder besser zu schulen, ihnen dabei zu helfen, eine positivere Einstellung zur Krankheit zu vermitteln, um die meist unbegründeten Ängste von vorneherein zu bekämpfen.
Quelle: University of Southamptomn Health Information, November 2003

zurück

Volltextsuche  Kontakt  Impressum  Home