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Raucher besonders gefährdet für Kontaktallergien
KOPENHAGEN, 11. Juni (MedCon) - Raucher ruinieren nicht nur ihre Atemwege - von dem erhöhten Risiko für Krebs an Lunge, Blase etc. einmal ganz zu schweigen -, sondern entwickeln offenbar auch verstärkt Kontaktallergien. Das legen die Ergebnisse einer dänischen Studie nahe, die kürzlich in der Fachzeitschrift "Journal of Allergy and Clinical Immunology" erschienen ist.
Häufig ist die Kontaktallergie gegen Nickel: Kommt die Haut mit diesem Material in Berührung, wird sie rot und fängt an zu jucken. Zwar wird Modeschmuck heute oft "nickelfrei" angeboten, das gilt aber nicht für alle Ohrringe. Auch aus Jeansknöpfen, die nicht selten direkt auf verschwitzter Haut scheuern, ist Nickel immer noch nicht verschwunden.
Dr. Dr. Allan Linneberg vom Glostrup Universitätsklinikum in Kopenhagen und sein Team werteten die Daten von mehr als 1000 Männern und Frauen zwischen 15 und 69 Jahren aus. Dabei reagierten Menschen, die rauchten oder mal geraucht hatten, auf Nickel häufiger allergisch - überraschenderweise unabhängig davon, ob sie durch das Tragen nickelhaltiger Ohrringe ein erhöhtes Risiko hatten oder nicht.
Wie das Rauchen Kontaktallergien fördert, können die Forscher allerdings nicht sagen. Sollten weitere Studien jedoch erhärten, dass Rauchen zu einem erhöhten Risiko für Allergien führt, gibt es einen weiteren Grund dafür, aufzuhören oder gar nicht erst anzufangen.
Quelle: Journal of Allergy and Clinical Immunology (2003), Vol. 111, No. 5, pp 980 - 984 0
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